Die Gäste des diesjährigen Weinfests staunten nicht schlecht, als ihnen am Eingang zwei waschechte Polizisten gegenüberstanden. – Na gut, vielleicht keine waschechten, aber immerhin zwei frischgewaschene. Denn die Jugend und der KjE, die am 12. November in einen liebevoll gestalteten Jugendkeller eingeladen hatten, wollten damit eine gute, alte Tradition wiederaufleben lassen: nämlich das Thema des nächsten Gemeindefaschings zu verkünden und um es zugleich zum Thema des Abends zu machen.
Wem die Polizisten noch nicht als Hinweis ausreichten, dem wurde bei der Eröffnung des erlesenen Buffets erklärt, dass es an diesem Abend rund um das Thema Krimi gehen sollte. Genauer gesagt, sollte der „Mord“ am Altenburger Oberministranten, der wenige Stunden zuvor mit einer Flasche Messwein erschlagen wurde, aufgeklärt werden. Um den Polizisten bei ihren Ermittlungen zu helfen, wurden drei Kommissarenpaare anhand ihrer Fíngerabdrücke zusammengestellt. Indem sie Fahndungsbilder malten, Zeugenhinweise zu interpretieren versuchten, an einer Gegenüberstellung teilnahmen und „sich einen Reim machten“ (der schwierige Versuch, einen Faschingsslogan zu formulieren), stellten die Paare ihre kommissarischen Fähigkeiten unter Beweis. Auch wenn es dem Siegerpaar letztlich nicht gelang, die beiden Täter zu entlarven – zur Verblüffung aller wurden am Ende die Polizisten des Mordes überführt –, spendete Pfarrer Martin dem neuen Weinkönigspaar den Segen. Mit dem traditionellen Eröffnungswalzer endete das kurzweilige Programm. Danach ließen die über 80 Gäste den Abend bei Tanz und Gespräch und natürlich ganz dem Spendenmotto gemäß („Jedes zweite Glas für Afrika“) bei ausgelassener Stimmung ausklingen.
(Benjamin Galluhn)