Ihr Lieben!
Es ist schon seltsam, ins Bett zu gehen, ohne links und rechts von sich jemanden (Schnarchenden?) liegen zu haben. Oder nicht mehr in einer großen Runde von 12, 13 Freunden Frühstück oder Abendbrot mit Strobels Brötchen zu essen. Auf eine gewisse Weise ist es jetzt ruhig und langweilig geworden. – Die Jugendraumwoche ist seit Sonntag vorbei und wir warten auf die nächste!;-) Trotzdem ein letzter kurzer Rückblick auf das zurückliegende Wochenende:
Am Samstag begaben wir uns mit Paulines kleinen Geschwistern zum Bäcker Strobel und dankten ihm für seine ÖKUMENISCHES Ofenglut;-) Weiter gings in die JG zum gemeinsamen Kochen und Mittagessen. Über 20 Leute waren danach zum lockeren Volleyballspielen im Karolinum zusammengekommen. Im abschließenden Mini-Duell zwischen Katholiken und Protestanten konnten wir uns zum Glück knapp durchsetzen;-) Der Abend war dann von einem wunderschönen, kraftschenkenden Taizégebet in der Brüderkirche und vielen lustigen Spielen in der Jugend geprägt.
Am Sonntagmittag folgte dann im kleinen Kreise die wohl beste Abschlussrunde seit Erfindung der Jugendraumwoche!:-) Dankbar für alle, die dabei waren, unterhielten wir uns offen und ehrlich darüber, was gut lief und was verbesserungswürdig ist, legten die Spielregeln für die nächste JuRauWo fest und formulierten schließlich gemeinsam ein spontanes Gebet mit Worten des Dankes und Wünschen für das Kommende. Danach schmissen wir „Die Zauberflöte“ in den CD-Player und setzten den Jugendraum mit Hilfe von Papageno und Papagena wieder auf Werkseinstellung zurück;-) Schließlich verließen wir den Ort, der uns für 7 Tage zur heimatlichen Wohnung geworden war.
Das war nun also die letzte Jugendraumwochenrundmail. (Die Tageskarte vom Sonntag gibt es noch nachträglich im Anhang.) Danke, dass ihr uns in der letzten Woche u.a. durch das Lesen dieser Mails begleitet habt! Es war auch toll zu hören, dass unglaublich viele Menschen diese Mails gelesen und Gefallen daran gefunden haben. (Danke auch an Jan, der’s immer wieder online gestellt hat!)
Zum Abschluss gibt’s nun noch ein besonderes Schmankerl: Ich hab Bischof Pickel, über dessen bemerkenswertes Leben wir uns ja am Montag in „Der gute Mensch von Saratow“ informiert hatten, am Wochenende eine Mail geschickt. Seine Antwort findet ihr unten! Viel Freude damit und euch allen – ganz in seinem Sinne – noch eine intensive Fastenzeit!
Wir sehen uns in der Jugend!
Eure Jugendraumwochler
Email von Bischof Pickel:
Vielen Dank für den Brief mit der interessanten Information über die Jugendrauwochen! Zum Thema heilig Werden und Film würde ich gern mehr sagen. Klappt aber heute nicht. Es sind jedenfalls zwei Themen. Die Leute vom MDR haben sich professionelle Mühe gegeben. Der Film wird heute noch manchmal auf der Deutschen Welle in anderen Sprachen gezeigt. Leute aus Argentinien haben mir geschrieben, … Ziel der Filmmacher war es, wie mir scheint, mich als einen Sozialhelden zu zeigen, denn das ist der Bereich, der bei einem großen Zuschauerkreis noch ankommt…. Der Wunsch, heilig zu werden, gehört in den noch tieferen Bereich, “ins Verborgene” (vgl. Evangelium vom Aschermittwoch), wo ich mit Gott allein bin. Natürlich hängt das eine mit dem anderen zusammen. Und für uns als Kirche war es gut, dass sich der MDR interessiert hat. ……….. Oh, schade. Draußen sitzen Leute, die von weit her (1200 km) gekommen sind und mit mir sprechen wollen. Ich befürchte, Ihre E-Mail rutscht weg, bevor ich wieder am Computer bin. Ganz herzliche Grüße jedenfalls in mein Heimatbistum!!! Danke von Herzen, und allen eine intensive Fastenzeit!
Ihr Clemens Pickel