Artikel-Schlagworte: „Ökomenischer Kirchentag“

Damit ihr Hoffnung habt…

Samstag, 12. Juni 2010

Am 11. Mai machten wir – fünf Jugendliche aus unserer Gemeinde – uns als Helfer auf den
Weg nach München zum 2. Ökumenischen Kirchentag. Die Helfertruppe, der wir uns in Chemnitz anschlossen, bestand aus einer bunten Mischung von Jugendlichen evangelischer und katholischer Gemeinden aus der Region in und um Chemnitz. Dadurch boten sich innerhalb der Woche zahlreiche Gelegenheiten zu interessanten Gesprächen, über Religion, Konfessionen und die Welt. Unsere Hauptaufgabe bestand darin, eine der vielen Hallen auf dem Messegelände in Ordnung zu halten. Egal, ob beim „Bewachen“ der Türen, dem Freihalten der Gänge, dem Fragen-Beantworten, dem Abbauen der Stände und Aufräumen der Halle oder dem Absperren der Felder beim Abschlussgottesdienst – immer gab es Gelegenheiten, mit anderen Menschen über ganz verschiedene Themen ins Gespräch zu kommen und auch einfach Spaß zu haben. An den zahlreichen Ständen auf dem Messegelände konnten wir uns über die verschiedensten Vereine, Bistümer, Kirchen, Projekte u.a. informieren. Neben der morgendlichen Bibelarbeit bei Personen mit den unterschiedlichsten biografischen Hintergründen gab es zahlreiche Vorträge und Podiumsdiskussionen zum Thema „Hoffnung“ – u.a. im medizinischen Bereich, in der Rubrik Erinnern und Gedenken, aber auch in Bezug auf Klimaschutz oder Gesellschaft. Die gemeinsamen Gottesdienste vermittelten noch mal einen ganz anderen Zugang zum Glauben, da es eine besondere Atmosphäre ist, wenn so viele Menschen zusammen die Lieder singen und die Gebete sprechen, die man sonst aus dem vergleichsweise kleinen Kreis zu Hause kennt. Trotz der vielen Unterschiede gibt es etwas, was uns verbindet, der Grund für die teilweise weite Reise – der Glaube an Jesus Christus und das Interesse an einer hoffnungsvollen Welt. Diesen Geist konnte man in manchen Veranstaltungen, aber auch auf der Straße oder in der U-Bahn spüren. Es war eine gelungene, abwechslungsreiche und erfahrungsreiche Woche und es wird sich zeigen, ob die deutsche Ökumene sich auch in Zukunft als „wetterfest“, wie sie in Bezug auf den ÖKT bezeichnet wurde, erweist.
- Annika Stoy -