Unsere Jugendlichen besuchten auch in diesem Jahr in der Osterwoche (4.-11.4.) das französische Dorf Taizé. Eine Teilnehmerin hat uns ihre Erlebnisse an einem „gewöhnlichen Tag” in Taizé geschildert: Wie jeden Tag beginnt auch der Samstagmorgen in Taizé mit dem Gebet, welches von Gesängen und einer stillen Zeit geprägt ist. Dabei sitzen wir mit etwa 5000 anderen Jugendlichen zusammen und schöpfen neue Energie, um den vorletzten Tag in Taizé anzugehen – dieser soll ein ganz besonderer werden.
Gestärkt durch das Frühstück gehen wir zur Bibeleinführung mit einem Frère, einem Bruder aus Taizé. Eine Bibelstelle aus dem Johannes-Evangelium spielt heute die zentrale Rolle. Danach treffen wir uns in den Gesprächsgruppen an einem sonnigen Platz auf dem großen Gelände und tauschen uns über diese Stelle in der Bibel genauer aus. Auch heute richtet sich der Tagesablauf nach den Gebetszeiten.
Nach dem Mittagsgebet folgt schließlich das gemeinsame Essen unter freiem Himmel. Um 14 Uhr beginnt für uns in der Kirche das Singenüben in den verschiedenen Stimmlagen, an dem jeder, der Spaß und Freude an Musik hat, teilnehmen kann. Jedoch probt ab 
15 Uhr nur noch der Chor mit den Instrumentalisten für die „Nacht der Lichter“ am heutigen Abend. Am späteren Nachmittag holen wir dann unsere Decken, Kekse und andere Leckerein aus unseren Baracken und gehen auf die Wiese. Beim gemütlichen Beisammensein wird sich über die schöne Woche in Taizé und die neuen Eindrücke ausgetauscht. Nach dem Abendbrot treffen sich alle Jugendlichen in der Kirche zum Abendgebet. An den Eingängen wird jedem eine Kerze für die unmittelbar bevorstehende „Nacht der Lichter” ausgeteilt. Im Chor singen wir die einstudierten Lieder begleitet von den Instrumenten, wie Geige, Querflöte und Posaune. Nun beginnt es: Ein Frère gibt das Licht seiner Kerze weiter und so breitet sich der Kerzenschein über die ganze Kirche aus und 5000 kleine Flammen durchfluten den gesamten Raum mit Licht. Ein überwältigender Augenblick für alle Versammelten! Dazu der Gesang und die außergewöhnliche Stimmung bezaubern jeden Anwesenden. Viele bleiben bis spät in die Nacht hinein sitzen, um zu singen, zu beten oder still den Gedanken nachzuhängen, um die Eindrücke der Woche zu verarbeiten.
- Rebekka Meixelsberger -














